01.05.07
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Willkommen und Abschied



 
Du warst die Erste, die diesen Platz einnahm...den Platz an meiner Seite.
 
Mit mir gingst Du durch Höhen und Tiefen, teiltest Freude und Schmerz, stelltest unser Leben auf den Kopf, brachtest es wieder in die Waage.
 
An unserer ersten wichtigen Wendemarke hast Du Dich davongeschlichen. Heimlich.
 
Mit dem Abschied von diesem Leben nahmst Du Abschied von mir. Wortlos.
Jahrelang habe ich Dich gesucht, Dich in meinen Träumen gefragt, warum Du gegangen bist. Du hast mir nie geantwortet.
Als ich die Trauer hinter mir gelassen hatte, kamst Du zurück zu mir...und mit Dir der Schmerz und die Tränen. Ich fragte nicht nach Gründen, warf Dir nichts vor...ich bot Dir den Platz an meiner Seite, doch gab es kein Zurück. Wir waren uns plötzlich fremd und sind es noch immer. Doch auch wenn wir nicht zurück können, so können wir doch anknüpfen und der Platz im Herzen bleibt auf ewig Dein. Willkommen in meinem Leben.

Dann kamst Du. Unbeabsichtigt, zufällig und heftig.
Du hast mir eine andere Facette des Lebens gezeigt, hast es geprägt und Spuren in meiner Seele hinterlassen. Ich verliebte mich in Dein Wesen, verlor jegliche Souveränität sobald Du bei mir warst. Ich versuchte Dein Leben in mich aufzusaugen und bemerkte nicht, dass ich über den Rand der Freundschaft hinaus geriet. Ich hoffte auf mehr und bemerkte nicht, dass Du in mir nur den Schluss einer Lücke sahst. Unser gemeinsamer Weg endete leise.
Noch heute meldest Du Dich dann und wann, hast aber nie vermocht darüber hinweg zu täuschen, dass es nur dem Zeitvertreib dient. Du bringst Dich in Erinnerung und hast doch nichts zu sagen. Es verletzt mich noch immer, dass wir nie wirklich einen gemeinsamen Weg hatten. Auf Wiedersehen im nächsten Leben.

Fast zeitgleich bist Du in mein Leben geschlichen. Du warst vorsichtig, hattest zu viel Respekt, wusstest nicht mit mir umzugehen. Ich bemerkte nicht, dass ich Dir die Hand hätte reichen müssen. Immer wieder hast Du inne gehalten, Dich nicht vorgewagt, doch warst Du längst meine Nummer Eins.
Ich erkannte Deine Ängste und Zweifel nicht...Dein freches Mundwerk verbarg es gut. Zu abgelenkt von der "Dreiecks-Beziehung" in der wir uns befanden, vergaß ich Dir Mut zu machen, Dich zu unterstützen auf dem Weg den Du gingst und Dir zu zeigen, wie wichtig Du mir bist.
Mit einem lauten Knall endete unsere Liebe und es schien, als gäbe es nie die Chance, die wir gebraucht hätten. Doch konnte ich Dich nie vergessen. Auch Du hattest Dich tief in mein Herz gebrannt und brachtest mich durch Deinen hübschen Dickkopf schier zur Verzweiflung. Nun wagte ich mich nicht weiter und hielt im Vermissen inne, bis auch unsere Wege sich endlich wieder trafen.
In der Zwischenzeit bist Du den schweren Weg allein gegangen und hältst mir auf meinem nun die Hand. Es ist unsere Chance und ich lasse sie nicht ungenutzt. Willkommen in meinem Leben.

Auch Du poltertest zufällig in meinen Alltag, machtest ihn bunter und lauter.
Wir verbrachten Wochen und Nächte mit tiefsinnigen Gesprächen, kannten innerhalb kürzester Zeit die Geheimnisse des anderen und konnten bald nicht mehr ohne einander. Doch irgendetwas stand immer zwischen uns. Wir konnten es weder fassen noch äußern, verpackten es in alberne kleine Anspielungen und Eifersüchteleien.
Ich habe Dir emotional immer die Treue gehalten, egal wer in mein Leben trat, Dich konnte niemand verdrängen. Ich liebte Dich mit Haut und Haar für das, was Du warst.
Du dagegen bist mit dem Auftritt einer neuen Frau eben so lange aus meinem Leben verschwunden, wie es andauerte. Doch nie begann ich an unserer Freundschaft zu zweifeln.
Irgendwann begriffen wir beide, was zwischen uns stand und wagten nicht, die Schwelle zu übertreten. Mit diesem Blitzeinschlag nahm unsere Freundschaft ihren Hut. Fortan wurde alles problematisch und es bedurfte einer Frau, die ich dafür verabscheute, mir die Augen zu öffnen und zu erkennen, was unmöglich war.
Es hatte nie eine Freundschaft gegeben und alles was uns bei einander gehalten hatte, war das Gefühl, welches diese unsichtbare und unüberwindbare Schwelle bildete. Ich habe mein Herz aufgegeben, weil ich mir ein Leben ohne Dich nie vorstellen konnte und wollte, bin Dir überall hin gefolgt wie ein Hund seinem Herrchen, hätte wahrscheinlich meine Seele an den Leibhaftigen verkauft, um Dich in meinem Leben zu halten.
Noch immer zerreißt es mich, dass ich mich offenbar allein in dieser Freundschaft befand und ich hasse Dich dafür, dass Du ohne sie leben kannst. Und doch lebe auch ich seit über einem Jahr ohne sie...und jeden Tag wird es leichter. Auf Wiedersehen im nächsten Leben.

Und Du?
Was wir damals hatten? Streit und davon jede Menge. Eingebettet eine kleine Affäre, die uns letztlich dazu brachte, uns verbal die Köpfe einzuschlagen. Ich habe Dich verabscheut und gehasst wie Du warst. Einen gemeinsamen Weg wollte ich für uns schon nicht mehr, bevor dieser überhaupt begonnen hatte.
Doch auch wir sollten uns wiedersehen.
Nun bleibt mir nur, Dir zu danken. Zu danken für das, was Du heute bist. Seit sieben langen Monaten gibst Du mir Halt in der Welt, die mich verloren hat. Seit sieben langen Monaten schaffst Du es, mich zum Lachen zu bringen, wenn mir zum Heulen zumute ist, mich aufzufangen, wenn ich mich im Schmerz verliere und um ihn weine. Nichts hat mir mehr geholfen, als Deine Schulter und Dein offenes Ohr, Deine Zuversicht und Dein Trost.
Wir haben eine zweite Chance bekommen und ich wünsche mir, dass unsere Wege gemeinsam in die Zukunft führen. Willkommen in meinem Leben.

Ihr dagegen habt mich in meiner schwersten Stunde fallen lassen...und ich kann es noch immer nicht begreifen.
Nirgends habe ich mich so wohl und geborgen gefühlt, nie eine Freundschaft so intensiv erlebt, wie mit Euch. Wenn ich Euch überraschte, wolltet Ihr mich nicht gehen lassen, als Ihr mich überrascht habt, wolltet Ihr mich entführen. Jedes Mal gab es Kuscheleinheiten im Überfluss, wenn ich wieder einmal heimlich die Republik durchkreuzte. Jedes Mal flossen Tränen, wenn ich mich auf unbestimmte Zeit verabschiedete. Ihr habt mir Halt gegeben und jeden Tag erhellt, egal wie weit weg ich war. „Bis zum Mond...“ habt Ihr gesagt, „...und wieder zurück!“ habe ich gefühlt.
Irgendwann mussten wir uns nicht mehr verabschieden, es gab nichts mehr schmerzlich zu vermissen. Mein Lebensmittelpunkt war nun bei Euch und ihm. Ein leichter Schritt, ward Ihr doch da. Kein Neuanfang war je so einfach, wie es der in Eurer Nähe hätte werden sollen.
Aber wie es mit Trugbildern so ist, löste sich auch dieses auf, umso näher ich kam. Und letztlich wurde es der schwerste Neuanfang, den ich je hatte.
Ich konnte nicht verstehen, dass wir uns wochenlang nicht sahen, wenn ich mich nicht meldete. Ich konnte nicht verstehen, dass all Eure lieben Worte an 450 Kilometern und tränenreichen Abschiedsszenen hängen sollten. Ich konnte nicht verstehen, dass etwas so Wunderbares plötzlich nur noch ein Sandkorn unter so vielen sein sollte. Ich klammerte mich an ein Jahr, welches auch emotional vorüber war. Ich sträubte mich mit aller Macht gegen das Verlieren und hoffte Ihr würdet erkennen, wie weh es mir tat.
Ich danke Euch für die große Liebe meines Lebens, die mich erkennen ließ, was ich bin und sein möchte, doch mit dem Abschied von ihm nehme ich nun auch Abschied von Euch. Auf Wiedersehen im nächsten Leben.

Und Ihr beide...
Ihr fragt Euch, wo Ihr geblieben seid? Ihr vermisst unsere Geschichte? Nun...sie gehört hier nicht hinein, denn Ihr beide seid mein Leben!
Jede von Euch auf Ihre eigene wundervolle Art und Weise. Euer Lachen, Eure Tränen und Eure Liebe sind meine Luft zum atmen. Und egal wie weit weg Ihr nun seid, egal welche Höhen und Tiefen auch kommen mögen, egal wie oft ich ins Wanken gerate, ich werde Euch nie gehen lassen...in diesem, wie im nächsten Leben!

 
 

Zitat der Woche
 
Freundschaft. Es schlägt alles.
Auch die Liebe.
Freundschaft ist größer.
Weil es beides ist.

(Michel Birbæk)

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Fußball - Saison 2011/2012
 
2. Bundesliga - 12. Spieltag

1. SpVgg Greuther Fürth 29
2. Eintracht Frankfurt 28
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3. Fortuna Düsseldorf 28
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4. FC St. Pauli 25
5. SC Paderborn 07 22
6. Eintracht Braunschweig 19
7. 1. FC Union Berlin 18
8. FC Energie Cottbus 17
9. TSV 1860 München 16
10. SG Dynamo Dresden 14
11. FC Erzgebirge Aue 14
12. FSV Frankfurt 11
13. VfL Bochum 11
14. MSV Duisburg 9
15. F.C. Hansa Rostock 9
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16. Karlsruher SC 9
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17. Alemannia Aachen 8
18. FC Ingolstadt 04 8

Nächstes Spiel:
1. FC Union Berlin - FC St. Pauli

Fr. 28.10.11, 18:00 Uhr
 

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