20.10.08
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Endlos...


Einmal mehr der schier endlose Weg.
Hacken klappern eilig über den harten Boden, Menschen reden laut durcheinander, meine Hand hält ihre. Ich spüre ihre weichen Knie und versuche meinen Schritten Nachdruck zu verleihen. Mit jedem Schritt werden ihre Knie weicher, ihr Atem schneller, mein Griff fester. Ich lasse Dich nicht allein, ich bin bei Dir.
Ihre Augen schauen mich glasig und fragend an, ich lächle. Sie versucht tapfer zu sein, hat sie doch in den letzten Tagen zu oft geweint. Ich kenne ihre Ängste und halte sie sicher.
Wie immer meldet sie uns an, wird mir schlecht von dem Geruch und dem Summen der Tür.
   
Einmal mehr der schier endlose Flur.
Wir stehen an Deinem Bett und sie küsst liebevoll Deine Stirn, bevor sie sich setzt und zu erzählen beginnt. Und wie immer bringe ich kein einziges Wort heraus und hoffe, dass Du spürst, dass ich bei Dir bin.
Vorsichtig taste ich nach Deiner Hand. Sie ist warm und feucht. Ich streichle über Deinen Handrücken und schaue in Dein geliebtes Gesicht. Du siehst friedlich aus, doch meine Gedanken spielen verrückt.

Einmal mehr das schier endlose Warten.

Sie beobachtet die Monitore und kommentiert kopfnickend jede Änderung der Atemkurve. Sie atmet mit Dir, ein und aus. Tief atmen sollst Du, doch weiß sie, dass Du es allein nicht kannst.
Über eine Woche liegst Du nun so da, halten Dich unzählige Geräte und Medikamente bei uns. Über eine Woche erzählen uns Ärzte, dass sie keine Prognose stellen können. Und alles was wir wissen ist, dass Du den Kampf noch nicht gewonnen hast. Über eine Woche beobachten wir das steigende Fieber, die Eisbeutel mit denen sie Dich zudecken. Ich möchte Dich anschreien, Dir verbieten zu gehen, doch Du reagierst nicht einmal auf das zarte Streicheln Deiner Wange.
Verzweifeltes Bitten um einen Atemzug, banges Beten er möge Dich mir lassen, sicheres Wissen, dass Du es schaffst, panische Angst Du könntest aufgeben.

Einmal mehr die schier endlose Angst.

Ich beobachte die flimmernden Kurven, beobachte sie. Sie ist stark wenn sie bei Dir ist, lächelt mich an, sicher Dir könne nichts passieren solang wir zusammen sind. Ich bin es nicht.
Sie haben die Frequenz der Beatmung verringert, um Dich zum Luftholen zu zwingen, doch vermagst Du es nicht. Mit jeder Atempause sacke ich mehr in die Knie. Ich habe Deine Hand losgelassen, wage es nicht mehr Dich zu berühren.
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agelang habe ich versucht ihr Halt zu geben, doch nun verliere ich meinen. Mir wird schwarz vor Augen, kriege keine Luft. Verständnisvoll sieht sie mir zu, wie ich aus dem Zimmer gehe ohne zu wissen, ob ich Dich wiedersehe. Im Warteraum breche ich zusammen.
Unser gemeinsamer Weg hat gerade erst begonnen und ich habe Angst Dich zu verlieren, habe Angst Dir nicht sagen zu können, wie sehr ich Dich liebe, was Du mir bedeutest, habe Angst vor der Leere die ohne Dich bliebe.

Einmal mehr die schier endlose Verzweiflung.

Ich mache mir Vorwürfe, schäme mich für meine Schwäche. Ich habe Euch alleine gelassen, war nicht stark genug. Doch kann ich in diesem Moment nicht mehr als weinen. Erinnerungen schießen mir durch den Kopf.
Vor fünf Jahren waren wir an einem ähnlichen Punkt. Auch damals stand Dein Leben an dieser Gabelung, doch konntest Du bewusst diesen Kampf antreten. Diesmal bist Du anhängig von denen, die Deine Situation verschuldet haben, ausgeliefert und ich kann Dir nicht helfen.
Sie zieht mich tröstend in ihre warmen Arme und streichelt meinen Kopf.

Einmal mehr der schier endlose Weg.

Hacken klappern eilig über den harten Boden, Menschen reden laut durcheinander, ihre Hand hält meine. Sie spürt meine weichen Knie und versucht ihren Schritten Nachdruck zu verleihen. Mit jedem Schritt werden unsere Knie weicher, unser Atem ruhiger, unser Griff fester. Ich bin bei Dir, lasse Dich nicht allein.
Meine Augen schauen sie glasig und fragend an, sie lächelt. Ich versuche nicht tapfer zu sein, habe ich doch in den letzten Tagen zu wenig geweint. Sie  kennt meine Ängste und hält mich sicher.
Einmal mehr...

 

 

 

Für meine Eltern
Zitat der Woche
 
Freundschaft. Es schlägt alles.
Auch die Liebe.
Freundschaft ist größer.
Weil es beides ist.

(Michel Birbæk)

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Fußball - Saison 2011/2012
 
2. Bundesliga - 12. Spieltag

1. SpVgg Greuther Fürth 29
2. Eintracht Frankfurt 28
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3. Fortuna Düsseldorf 28
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4. FC St. Pauli 25
5. SC Paderborn 07 22
6. Eintracht Braunschweig 19
7. 1. FC Union Berlin 18
8. FC Energie Cottbus 17
9. TSV 1860 München 16
10. SG Dynamo Dresden 14
11. FC Erzgebirge Aue 14
12. FSV Frankfurt 11
13. VfL Bochum 11
14. MSV Duisburg 9
15. F.C. Hansa Rostock 9
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16. Karlsruher SC 9
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17. Alemannia Aachen 8
18. FC Ingolstadt 04 8

Nächstes Spiel:
1. FC Union Berlin - FC St. Pauli

Fr. 28.10.11, 18:00 Uhr
 

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